Dauerthema: Frei lebende Katzen

Auch im Kreis Soest ist das Thema frei lebender herrenloser Katzen seit Ewigkeiten aktuell. Sie finden sich auf verwilderten Grundstücken, in verlassenen Fabrikgeländen oder auf Friedhöfen – frei lebende Katzen leben meist ohne direkten Kontakt zum Menschen. Sie sind die Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen oder auch ausgesetzten Tieren. Die Kommunen reagieren auf die Problematik frei lebender Katzen sehr unterschiedlich. Einige lehnen jegliche Hilfeleistungspflicht gegenüber den notleidenden Katzen ab und verhängen sogar Fütterungsverbote wegen „Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“. Zu den Ursachen des Katzenelends zählen auch Katzen mit Freigang aus Privathaushalten, die mit frei lebenden Katzen immer neue Nachkommen zeugen. Deshalb unser dringlicher Appell: Bitte lassen Sie Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren, damit die Gruppen der frei lebenden Katzen nicht weiter wachsen. Gut ist es, wenn man frei lebende Katzen an kontrollierten Futterstellen betreut. Diese Anlaufstellen geben den Tierschutzvereinen die Möglichkeit, die Anzahl und den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen. Bei Kastrationsaktionen werden die Katzen eingefangen, medizinisch versorgt, geimpft, unter Narkose kastriert, gekennzeichnet, registriert und anschließend in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Neuzugänge an den Futterstellen werden an kontrollierten Futterstellen gleich erkannt und ebenfalls kastriert. Auf diese Weise vermehren sich die frei lebenden Katzen nicht immer weiter. Das Tierheim Soest führt regelmäßig Kastrationsaktionen durch und ist dankbar für jede Spende, die uns dabei unterstützt. Aber auch tatkräftige Hilfe und die Betreuung von Futterstellen ist willkommen.