Wir bedanken uns!

Liebe Tierfreunde – hier der Bericht und das Foto des Soester Anzeigers:
Selbstgekochte Marmelade hilft Tierheim aus der Misere
Irgendwas ist ja immer. „Man ist gerade an einem Ende fertig, da geht es am Anfang schon wieder los.“ Geldsorgen begleiten Soests Tierheims-Leiterin Birgit Oberg auf Schritt und Tritt.

Mag das Katzenhaus zwar neu sein, der übrige Gebäudebestand ist recht alt, und das liebe Geld muss stets dort eingesetzt werden, wo es am nötigsten ist. Gerade ging der Warm-Wasser-Boiler kaputt, unlängst gaben alle Waschmaschinen binnen einer einzigen Woche den Geist auf. Kein Wunder: Die Einrichtung ist darauf angewiesen, mit gebrauchten Geräten zu arbeiten, die noch einsatzfähig sind.

So standen Oberg und ihre Mitstreiter am Samstag für sechs Stunden auf dem Markt, um durch den Verkauf von selbst gemachter Marmelade Geld fürs Tierheim zu erwirtschaften. „Über die sozialen Medien hatten wir dazu aufgerufen, uns Marmelade zu spenden, wir wollten natürlich regionale und chemiefreie Lebensmittel verkaufen. Und das Echo war überwältigend: Ungeheuer viele Leute haben Marmelade extra für uns eingekocht. Eine Dame hat sogar liebevoll und professionell Täschchen und Duftsäcken mit Katzenminze genäht. Dafür können wir uns gar nicht genug bedanken.“

Die Einkünfte daraus sind bitter nötig. Gerade in diesem Jahr kamen besonders viele Tiere ins Heim, die schwer krank oder stark verletzt waren. Das sei kein Zeichen dafür, dass Tiere von ihren Besitzern zunehmend misshandelt oder vernachlässigt würden, es sei reiner Zufall.

Da war zum Beispiel Katerchen Miro, der aus dem dritten Stock fiel und sich so viele Brüche zuzog, dass sein Frauchen die Rechnungen für die Tierklinik nicht meinte bezahlen zu können. Der Kater war unlängst das „Notfalltier der Woche“ im Stadtanzeiger und fand auf diesem Weg direkt ein neues Heim, wird in Kürze dort „einziehen“, sobald die Tierklinik grünes Licht gibt. Oder die Hündin Sunny. Der Pekinesen-Mischling ist ausgesetzt worden, auf einem Auge bereits blind, das andere so schwer entzündet, dass es schon längst hätte entfernt werden müssen, „aber es war den Besitzern wohl egal.“ Nun sei das gerade einmal zwei oder drei Jahre alte Tier völlig blind, habe aber ein neues Heim gefunden und lebe dort förmlich auf. Tiere können eben nicht über Behinderungen reflektieren und lernen rascher, damit zu leben.

Autor
Klaus Bunte

Klaus Bunte

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